Kissen für jeden Anlass
Eine Matratze und ein Lattenrost allein machen noch kein Bett. In den meisten Kulturen ist das Kopfkissen ein unverzichtbarer Bestandteil des Bettes. Die Auswahl an Kissen ist riesig. Die Suche nach dem richtigen Kopfkissen gleicht einer Kissenschlacht. In erster Linie sollte ein Kissen bequem sein, aber reicht das als Auswahlkriterium aus? Als Kopfstütze hat das Kissen eine wichtige Stützfunktion. Das richtige Kissen kann nicht nur Verspannungen vorbeugen, es kann unter Umständen sogar das Schnarchen reduzieren.
Die Kissengröße
Kissen gibt es für verschiedene Zwecke, in unterschiedlichen Formen und Größen. Wenn es um Kissen zum Schlafen geht, sind 80 x 80 cm große Kissen der Standard. Im Gegensatz zum Standardkissen ist das 40 x 80 cm große Komfortkissen sehr beliebt. Spezielle Kissen wie Venenkissen, Kniekissen oder Knie- und Nackenrolle haben ihre eigenen Maße. Für Kinder sind Kissen in den Größen 40 x 40 und 40 x 60 cm üblich.
Standardkissen 80x80 cm
- Schulter liegt oft auf dem Kissen auf und kann nicht in Matratze einsinken
- ungünstige Krümmung der Halswirbelsäule möglich
- ungenaue Anpassung der Liegehöhe durch Falten oder Knautschen
Komfortkissen 40x80 cm
- Schulter kann in die Matratze einsinken
- meist festeres Material stützt Kopf und Halswirbelsäule
- Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur können entspannen
- viele Modelle in der Liegehöhe anpassbar
Für jede Lebenslage das richtige Kopfkissen
Das Kopfkissen dient nicht nur als einfache Kopfablage: Es soll Kopf und Nacken ausreichend abstützen, um Wirbel und Muskulatur zu entlasten. Damit leistet das Kissen einen wesentlichen Beitrag zum erholsamen Schlaf. Erreicht wird das, indem die Lücke zwischen Kopf und Matratze, die je nach Schlafposition und von Mensch zu Mensch variiert, vom Kopfkissen ausgefüllt wird. Ob Rücken-, Bauch- oder Seitenschlaf, für jeden Schlaftyp werden verschiedene Kissen angepriesen. Die meisten Kissen sollen sich dann nur für diese eine Schlafposition eignen. Die Schlafposition bestimmt jedoch meist nur das Einschlafen. Wir drehen uns während der Nacht zahlreiche Male vom Rücken auf die Seite und zurück. Vorteilhaft sind daher Kissen, die unterschiedliche Schlafpositionen unterstützen.
Kissen einstellen für die Seitenlage
Schläfst du bevorzugt auf der Seite, orientiert sich die optimale Kissenhöhe an deiner Schulterbreite. Die Kopfkissenhöhe kannst du ganz einfach zu Hause ermitteln: Stelle dich seitlich locker mit der Schulter an eine Wand und miss den Abstand zwischen Kopf und Wand. Vom Messwert ziehst du grob die Zentimeter ab, die die Schulter in die Matratze einsinkt. Das muss nicht furchtbar genau sein.
Kissen einstellen für die Rückenlage
Um die richtige Höhe zu ermitteln, stelle dich mit dem Rücken entspannt an eine Wand und schaue geradeaus. Der gemessene Abstand zwischen der Wand und deinem Hinterkopf ist die optimale Höhe des Kissens. Bei der Wahl der Größe des Kissens solltest du darauf achten, dass du nur mit dem Kopf und dem Nacken auf dem Kissen liegst, nicht aber mit den Schultern.
Für jeden Kopf die richtige Füllung
Füllmaterialien für Kopfkissen haben hauptsächlich Einfluss auf das Liegegefühl. Grundsätzliche Anforderungen an Schlafkissen wie Atmungsaktivität und Stützkraft erfüllen die meisten synthetischen und natürlichen Kissenfüllungen gleichermaßen. Viscoschaum- und Schaumstoffkissen bieten Vorteile in puncto Haltbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Hygiene. Letzteres ist besonders für Menschen mit Allergie von Bedeutung. Die Möglichkeit, die Höhe des Kopfkissens durch Entnahme oder Zugabe von Füllmaterial zu verändern, hilft, den Stützbedarf richtig einzustellen. Dabei ist es unerheblich, ob im Kissen Viscoschaum, Latex oder Kunstfasern stecken.
Viscoschaum: Memory-Effekt für optimale Anpassung
Viscoschaum ist ein druck- und wärmeempfindlicher Polyurethan-Schaum. Ein Kissen aus Viscoschaum passt sich deiner Kopf- und Nackenform an und kehrt nach Entlastung nur langsam in seine ursprüngliche Form zurück – eine Eigenschaft, die als Memory-Effekt bekannt ist. Dieser sorgt für optimale Druckentlastung und ein weiches Einsinkgefühl.
Kaltschaum: formstabil und atmungsaktiv
Kaltschaum ist ein Polyurethan-Schaum, der bei niedrigen Temperaturen aufgeschäumt wird. In Kissen überzeugt er durch eine hohe Elastizität und schnelle Rückstellkraft – das heißt, er kehrt schnell wieder in seine Ausgangsform zurück. Dadurch kann er schnell auf Positionswechsel reagieren.
Polyester: Allrounder mit Abzügen
Kissen mit Polyester-Füllung – meist in Form von Watte – sind weit verbreitet. Sie bieten ein eher bauschiges Gefühl. Was Stützkraft und Formstabilität angeht, können sie mit Schaumstoff meist nicht mithalten. Die Füllung kann mit der Zeit an Volumen verlieren und verklumpen.
Natürlich ist nicht immer besser
„Naturmaterialien“ wie Federn, Daunen, Wolle oder Rosshaar gelten als besonders hochwertig. In puncto gezielter Stützkraft und Formstabilität stoßen sie an Grenzen. Moderne Schaumtechnologien können deinen Kopf und Nacken gezielter unterstützen. Hinzu kommt: Daune und Co. sind schwieriger zu pflegen, mit Allergierisiken und Tierausbeutung verbunden und ihre Herstellung ist meist wenig natürlich.